Digitale Risiken erkennen. Schäden vermeiden. Handlungsfähig bleiben.

Cyberangriffe treffen Abläufe, Identität und Verantwortung. Verständnis entsteht, wenn Angriffsflächen sichtbar und Folgen aufzeigbar werden. ↓

Zahlen zur Cyberkriminalität in Deutschland

131.391 Fälle

von Cyberkriminalität, registriert 2024 vom BKA (Bundeslagebild Cybercrime 2024)

87 %

der Unternehmen melden mindestens einen Vorfall (Bitkom Wirtschaftsschutz-Studie 2025)

206 Mrd. €

wirtschaftlicher Schaden durch Cyberkriminalität (Bitkom 2024)

61 %

der Internetnutzer Opfer in den letzten 12 Monaten (Bitkom-Umfrage März 2025)

Cyberversicherung – Schutz im digitalen Alltag

Digitale Vorfälle gehören heute zur Normalität. Sie treffen Privatnutzer und Unternehmen gleichermaßen – manchmal sichtbar, oft unbemerkt. Laut der Bitkom-Studie 'Wirtschaftsschutz 2025' waren 87% der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffen, während laut einer Bitkom-Umfrage vom März 2025 rund 61%, der privaten Internetnutzerinnen und -nutzer in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Cyberkriminalität wurden. Die finanziellen Schäden, organisatorischen Folgen und psychologischen Belastungen nehmen jedes Jahr zu.

Was früher Ausnahme war, ist heute Routine: kompromittierte Logins, manipulierte Prozesse, Zahlungsbetrug, Datenänderungen, Identitätsmissbrauch, Cloud-Störungen oder automatisierte Fehlabläufe. Cyberrisiken wirken nicht mehr nur technisch – sie greifen in Abläufe, Erwartungen, Verträge, Kommunikation und Identität ein. Diese Plattform zeigt, wie digitale Risiken funktionieren, wie Cyberversicherungen Schäden abfedern und welche Lösungen zu unterschiedlichen Zielgruppen passen. Ohne Angstszenarien, ohne Verkaufslogik – sondern strukturiert, verständlich und überprüfbar.

Aktueller Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland (November 2025).

BSI-Bericht öffnen (PDF)

Was leistet eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung ersetzt keine IT-Sicherheit. Sie greift dort ein, wo technische Schutzmaßnahmen enden:

Sie strukturiert den Vorfall, koordiniert Sofortmaßnahmen und reguliert anfallende Kosten. Ihre Wirkung liegt nicht in der Prävention, sondern in der Wiederherstellung von Handlungsfähigkeit – technisch, organisatorisch, finanziell und rechtlich. Typische Leistungsfelder:

  • Eigenschäden: Forensik, Wiederherstellung, Systemstabilisierung
  • Drittschäden: Haftung, Datenschutz, Vertragsfolgen
  • Recht & Pflicht: Meldewege, Dokumentation, Behördenabgleich
  • Krisenmanagement: Kundenkommunikation, interne Abstimmung
  • Service-Module: Hotline, IT-Partnernetzwerk, strukturierte Response
  • Präventionsbausteine: Schulungen, Risikoanalyse, Konfigurations-Checks

Nicht jeder Anbieter bietet alles – und nicht jede Leistung gilt für alle Zielgruppen. Darum ist der Vergleich zentral.

Details zum Leistungsumfang
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Cyberrisiken betreffen Privatpersonen und Unternehmen unterschiedlich

Digitale Vorfälle betreffen nicht alle auf dieselbe Weise. Bei Privatpersonen steht meist die eigene Identität im Vordergrund, bei Unternehmen die Funktionsfähigkeit ihrer Abläufe.

Privatpersonen

  • Zahlungsbetrug
  • Identitätsmissbrauch
  • Rufschädigung
  • Datenverlust
  • Social Media-Risiken

Betroffen ist nicht nur die Technik, sondern die eigene digitale Identität – oft mit psychischer und finanzieller Wirkung.

Übersicht Privatpersonen

Unternehmen, KMU, Selbständige, Freiberufler

  • Betriebsunterbrechungen
  • Datenverluste
  • Meldepflichten
  • Regress
  • Lieferkettenstörungen
  • Vertragsrisiken

Der Schaden betrifft selten eine Person – er betrifft Abläufe, Verantwortung und Geschäftsfähigkeit.

Übersicht Unternehmen & Gewerbe

Welche Risiken sind versicherbar – und welche nur teilweise?

Digitale Risiken entstehen auf unterschiedliche Arten – je nachdem, wo etwas schiefgeht. Genau das entscheidet, ob ein Schaden vollständig oder nur teilweise versicherbar ist.

Beispiel: Ein Cloud-Dienst fällt aus. Verträge sind unklar, Zuständigkeiten verteilt, Beweisführung schwierig. Der Schaden ist real – aber häufig nur teilweise versicherbar, weil kein direkter Zugriff auf den Dienst besteht.

Fünf typische Ursachen digitaler Schäden

  • Täuschungen und Betrugsversuche – gefälschte Nachrichten, falsche Anrufe, manipulierte Hinweise
  • Schwachstellen in Systemen und Geräten – unsichere Software, veraltete Hardware, offene Schnittstellen
  • Abhängigkeiten von externen Diensten – Cloud-Ausfälle, Probleme bei Dienstleistern, gestörte Prozesse
  • Fehler in automatisierten Abläufen – M2M/A2A, Token-Probleme, falsch laufende Hintergrundprozesse
  • Überforderung und Fehlreaktionen – Stress, Unsicherheit, unklare Situationen nach einem Vorfall

Diese fünf Ursachen machen sichtbar, welche Schäden planbar regulierbar sind – und wo Versicherungen nur eingeschränkt eingreifen können.

Risiken und Bedrohungen im Detail
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Digitale Schäden entstehen selten durch einen Moment – sondern durch Abläufe, die zu spät erkannt werden.

Wenn Systeme selbst handeln

Digitale Risiken entstehen zunehmend ohne menschlichen Auslöser. Systeme kommunizieren untereinander, Prozesse laufen autonom, Entscheidungen werden automatisiert getroffen – dauerhaft, skalierbar und oft ohne unmittelbare Sichtbarkeit.

Diese Risiken unterscheiden sich grundlegend von klassischen Cyberangriffen: Schäden entstehen nicht durch Eindringen, sondern durch Zustände, Logiken und irreversible Ausführungen – etwa bei Machine-to-Machine-Kommunikation, agentischen KI-Systemen oder blockchainbasierten Onchain-Prozessen.

Fehler, Fehlkonfigurationen oder fehlerhafte Entscheidungslogiken können sich selbst verstärken, über Systeme hinweg fortsetzen und reale finanzielle, rechtliche oder organisatorische Folgen erzeugen – ohne dass ein klassischer Angreifer erkennbar ist.

Onchain-, KI- & M2M-Risiken einordnen
Automatisierte System- und Onchain-Risiken

Was tun im Notfall?

Digitale Vorfälle eskalieren, solange sie nicht gestoppt werden. Erst durch das Verständnis der zugrunde liegenden Risikomechanik wird erkennbar, wie ein Vorfall entsteht und warum bestimmte Schritte notwendig sind.

Die wichtigsten Schritte im Detail

Handeln: Gerät trennen, Passwörter ändern, Zahlungswege stoppen
Beweise sichern: Screenshots, Logdaten, Zeitpunkte
Kontaktieren: Bank, Polizei, BSI, Plattformen, IT-Fachstelle
Versicherung informieren: Vorfall schildern, Maßnahmen abstimmen
Prävention prüfen: 2FA, Backups, sichere Routinen

Use Cases – Unterschiede sichtbar machen

Digitale Schäden wirken in Wellen. Zwei typische – hypothetische – Szenarien:

Privates Szenario

Eine täuschend echte Sicherheitsnachricht führt zu einer Weitergabe von Login-Daten. Unbemerkt erfolgen Kleintransaktionen, während parallele Logins in Social-Media-Accounts stattfinden.

Eine Cyberversicherung unterstützt bei Analyse, Sperrungen, Identitätswiederherstellung und juristischen Schritten.

Übersicht Privatpersonen

Unternehmensszenario

Ein angehängter Loader aktiviert sich erst Wochen später während eines Deployments. Prozesse geraten durcheinander, Kundendaten werden manipuliert, Fristen verschieben sich.

Eine Cyberversicherung aktiviert Forensik, bewertet Meldepflichten, koordiniert die externe Kommunikation und reguliert Ausfallkosten.

Übersicht Unternehmen & Gewerbe
Beispiel

Welche Lösung passt zu mir?

Der passende Tarif hängt nicht vom Preis ab, sondern davon, wie ein Risiko entsteht und wie viel Struktur ein Fall benötigt. Verschiedene Anbieterarten spiegeln unterschiedliche Komplexitätsstufen digitaler Bedrohungen wider.

Angebotsspektrum nach Anforderung

Direktversicherer

Geeignet, wenn Risiken standardisiert sind und sich ohne individuelle Risikoanalyse abbilden lassen.

Zielgruppen: Privatpersonen, Kleinstbetriebe, Solo-Selbständige

Maklerlösungen

Sinnvoll, wenn Abläufe, Datenflüsse oder Verantwortlichkeiten eine fallbezogene Risikoprüfung erfordern.

Zielgruppen: KMU, Freiberufler mit Datenverantwortung, wachstumsstarke Unternehmen

Branchenlösungen

Notwendig, wenn die Risikostruktur durch regulatorische Vorgaben oder branchentypische Prozesse definiert ist.

Zielgruppen: Gesundheitswesen, Rechts- & Steuerberatung, Handwerk mit digitaler Prozessführung

Security-Bundles

Relevant, wenn digitale Prozesse weitgehend automatisiert laufen und technische Abhängigkeiten das Hauptschadentreiber-Risiko darstellen.

Zielgruppen: IT-intensive Betriebe, Startups mit hoher Automatisierung, Unternehmen mit vielen Schnittstellen (M2M/A2A), SaaS-Anbieter

Tarife und Konditionen