Warum Cyberrisiken schwer zu greifen sind
Digitale Schäden wirken selten dort, wo sie entstehen – und sie zeigen sich oft erst, wenn mehrere Bedingungen gleichzeitig zusammenfallen. Die Schwierigkeit liegt nicht im „Angriff“, sondern im Zusammenspiel der Faktoren, die ihn ermöglichen.
Wirkungsmatrix
| Mechanik | Was passiert? | Warum das Risiko schwer erkennbar ist |
|---|---|---|
| Unsichtbarkeit | Schäden und Manipulationen laufen in Hintergrundprozessen oder Cloud-Diensten ab. | Es gibt keine unmittelbaren sichtbaren Spuren – Probleme werden oft erst spät bemerkt. |
| Asymmetrie | Ein Angreifer nutzt eine einzige Schwachstelle, automatisiert oder gezielt. | Nutzer müssen alle Schwachstellen kennen und absichern – strukturell ein Nachteil. |
| Vernetzung | Daten, Logins, APIs und Dienste hängen voneinander ab. | Fehler an Punkt A lösen Auswirkungen an Punkt B aus – Ursache und Wirkung wirken getrennt. |
| Automatisierung | Tokens, Hintergrundprozesse oder M2M/A2A-Routinen handeln ohne menschliche Interaktion. | Fehler entstehen ohne Klick und bleiben unbemerkt, bis die Folgen sichtbar werden. |
| Skalierung | Kleine Auslöser vervielfältigen sich über mehrere Systeme oder Abläufe. | Die tatsächliche Dimension des Schadens wird erst spät spürbar. |
Ursachenanalyse
Digitale Risiken wirken wie Kaskaden – nicht wie isolierte Vorfälle.